ESMA & Australien – Das Ende für den höheren Hebel beim Handel mit Forex/CFD?

Hebel-Regulierung in 2018 durch ESMA

Vor knapp einem Jahr hatte die europäische Finanzaufsichtsbehörde (ESMA) beschlossen uns Händler als Verbraucher besser zu „schützen“. Das ist für einen Forex-Händler in Europa besonders wichtig, da wir ja die Risiken dieser Märkte nicht kennen und deswegen vor dem bösen Markt beschützt werden müssen.

Dieser Schutz wurde indirekt über die Broker an die Händler gebracht. Seit 1. August 2018 darf ein Broker, der das Handelskonto des Händlers führt und verwaltet, dank der neuen Vorschrift einen maximalen Hebel von 1:30 zur Verfügung stellen. Davon ausgenommen sind professionelle Händler, die nach wie vor mit einem Hebel von 1:200 handeln dürfen.

Die Folge war eine massenhafte Flucht von europäischen Tradern, die ihre Handelskonten zu Brokern in Übersee (z.B. Australien oder Belize) umzogen. Für risikobereite Kontoinhaber war es somit möglich, ihre Konten nach Australien bzw. den australischen Niederlassungen von in Europa bekannten Brokern zu verlagern und einen großen Hebel zu behalten.

Die Brokerhäuser dort rieben sich die Hände, weil sie mit verlockenden Hebeln von bis zu 1:888 viele neue Konten für EU-Händler eröffnen durften. Viele uns bekannte Marktinteressenten sind diesen Weg gegangen, weil sie mit überschaubaren Konten größere Positionen handeln konnten.

Was macht den Hebel so wichtig?

Wir handeln in den CFD- und Forex-Märkten gehebelte Produkte. “Gehebelt” heißt, dass ein bestimmter Betrag auf meinem Handelskonto (die so genannte Margin) mit einem Vielfachen multipliziert wird. Daraus ergibt sich die tatsächliche Handels- bzw. Positionsgröße, die ich am Markt mit meiner Order platziere.

Welche Positionsgröße kann man mit welchem Hebel handeln? Das richtet sich nach den Margin-Anforderungen. Ein Betrag X auf meinem Konto wird als Sicherheit geblockt und die tatsächliche Positionsgröße wird mit dem festgesetzten Hebel errechnet.

Beispiel für verschiedene Hebel

Hebel 1:30 1:200 1:888
Margin 500 500 500
Positionsgröße 15.000
(500 x 30)
100.000
(500 x 200)
444.0000
(500 x 888)
Lots 1,5 Minilot 1 Standardlot 4,44 Standardlot
Gewinn/Verlust
je Pipp
1,5 10,0 44,4

Für Marktteilnehmer, die mit dem Risiko umgehen können, bedeutet ein großer Hebel einen erheblichen Vorteil. Für größere Positionen müssen sie weniger Kapital binden. Der Nachteil ist, dass Positionen natürlich auch schneller größere Verluste einfahren.

Warum den Hebel überhaupt begrenzen?

Leider gehen nicht alle Broker oder so genannte Coaches verantwortungsvoll mit Ihren Kunden um. Sie sind in erster Linie daran interessiert, dass der Kunde große Positionen handelt.

Große Positionen bedeuten oftmals auch große Verluste. Das ist besonders interessant für Market Maker, die die Positionen der Kunden im eigenen Buch handeln – also die Verluste der Kunden auf dem eigenen Konto als Guthaben verbuchen.

Diese Broker, Coaches und sogar einige Vermögensverwalter sollen durch Regulierungen in ihrem Bestreben ausgebremst werden, ihre Kunden den hohen Risiken auszusetzen.

Das ist für viele Händler tatsächlich mit erheblichen Vorteilen verbunden, da das Risiko überschaubarer wird. Für professionelle Händler bringt es allerdings erhebliche Nachteile mit sich. Als Profi sollte man das Risiko selbst gut genug einschätzen können. Wenn der professionelle Trader nun aber durch einen niedrigen Hebel begrenzt wird, muss er viel mehr Eigenkapital aufbringen, um von der Erträgen überhaupt leben zu können.

Was macht(e) Australien anders?

Den australischen Brokerhäusern bzw. Brokerhäusern, die in Australien nur eine Niederlassung gegründet haben, geht die europäische Regelung am Allerwertesten vorbei. Australien ist ganz weit weg.

So konnte man (zumindest bis letzte Woche) dort gewaltige Hebel erhalten. Hier nur ein paar Beispiele (Quelle: Forex Brokerz):

  • Pepperstone 1: 400
  • IC Markets 1: 500
  • Vantage FX 1: 500

„Australische Lösung“ ausgehebelt

Mit dem höheren Hebel bei australischen Brokern ist nun Schluss für EU-Händler. Die australische Aufsichtsbehörde (ASIC) hat neue Befugnisse erhalten und prompt festgelegt, dass alle Broker in Australien ohne europäische Zulassung keine Kunden mehr in Europa haben dürfen. Sie sollen sogar offene Positionen von Bestandskunden bis Ende Mai schließen.

Bis 2021 werden dann in Australien die gleichen Handelsbedingungen geschaffen wie unter der Knute der ESMA – das heißt dann auch für Australier nur noch einen Hebel von 1:30.

Diese Bekanntmachungen werden noch angezweifelt, ob sie durchgesetzt werden, aber das hat man vor knapp einem Jahr auch in Europa getan, und der Beschluss war schneller da, als wir glaubten.

Dass die CFD- und Forex-Trader von unserem Schlag vielen ein Dorn im Auge sind, ist seit Jahren bekannt. Geld verdienen ist eben nicht jedem gegönnt.

Eine ganze Industrie und eine ganze Branche leidet darunter. Den „kleine Mann“ trifft das besonders hat, der sich ein paar Euro dazu verdienen möchte, hier im Markt seine Passion gefunden hat und einen Job hat, den er liebt.

Wie Du heute noch einen Hebel von 1:200 bekommen kannst

Wir haben bei forexPRO-Systeme eine völlig unkomplizierte und legale Möglichkeit geschaffen, unter bestimmten Voraussetzungen einen brauchbaren Hebel von 1:200 zu bekommen bzw. zu behalten.

Seit mehr als 12 Jahren betreuen wir weit über 1.000 Händler und sind uns unserer Verantwortung jederzeit bewusst. Wir genießen nach so langer Zeit noch immer einen exzellenten Ruf, was nicht viele Mitbewerber von sich behaupten können.

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Damit wollen wir unserer Verantwortung als professionelles Unternehmen nachkommen. Wir freuen uns darauf auch Dir weiter helfen zu können und unsere Community noch stärker zu machen.